Clubreise 2019 - Ostschweizer Traberclub

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Clubreise 2019

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Clubreise nach Ramsau am Dachstein - 26.-28. Juli 2019

Von Silvia Lusti - Unsere diesjährige Clubreise führte uns in den westlichen Zipfel der Steiermark, nach Ramsau am Dachstein. Der Österreichische Amateurfahrer Thomas Royer, welcher vor zwei Jahren an der Europameisterschaft in Avenches teilnahm, führt dort das Hotel Rösslhof.

Freitag: Bei grosser Hitze von Stau zu Stau
Am Freitag hiess es für die 31 Reiseteilnehmer früh aufzustehen, denn um 7 Uhr war Besammlung in Eschlikon TG. Rasch war das Gepäck verstaut und waren die Plätze eingenommen, manche OSTCler haben sozusagen seit Jahren ihre Stammplätze im Car, auch wenn es nicht immer derselbe Bus ist.
Es ging dem Bodensee entlang in Richtung München und Salzburg. Weil in Bayern an diesem Wochenende Ferienbeginn war, war das Verkehrsaufkommen sehr gross. Aber wir wurden schon bald mit Kafi, Gipeli und Rosinenbrötchen versorgt. Dies bildete den "Boden" für den ersten Apéro, welcher am späten Vormittag serviert wurde - es sollte nicht der letzte auf unserer dreitägigen Reise sein. Ausserdem wurden wir bereits auf die feinen und reichhaltigen Mahlzeiten eingestimmt, denn Simon reichte eine Liste mit den Menues herum, damit wir bereits auswählen konnten und in den Restaurants nicht lange warten mussten.
Von unserem Chauffeur Thomas und von uns allen war viel Geduld gefragt, denn wir fuhren sozusagen von Stau zu Stau. Trotzdem erreichten wir noch zur Mittagessens-Zeit den schmucken Gasthof Schorn in Grödig, wo das feine Menu zügig serviert wurde.
Auch am Nachmittag stauten sich die Autos kilometerweit, sodass wir den vorgesehenen Besuch beim Trainer Walter Kössner kurzfristig absagen mussten. Dies war allerdings nicht so schlimm, denn bei 35 Grad war es bestimmt angenehmer im klimatisierten Car. Als wir dachten, dass es nun zügiger vorangehen würde, wurden wir schon wieder gestoppt. Was wir dann miterlebten, war kaum zu glauben: Zahlreiche Autofahrer fuhren rückwärts bis zur letzten Einfahrt und verliessen dort die Autobahn!
Schlussendlich erreichten wir unser Ziel in Ramsau, wo uns Thomas Royer empfing. Weil zur Zeit Hochsaison ist, hatte er im Rösslhof nicht genügend Zimmer für uns und wir wurden auf vierschiedene umliegende Hotels verteilt. Das Nachtessen nahmen wir dann aber gemeinsam ein und liessen den Abend feuchtfröhlich auf der Terrasse ausklingen, was - veständlicherweise - nicht alle Hotelgäste schätzten.

Samstag: Vom Eispalast in die tiefste Rennprovinz
Die Wetterprognose für Samstag war nicht sehr vielversprechend, umso überraschter waren wir, als wir die imposanten Bergketten rund um Ramsau beim aufstehen bewundern konnten. Die Panoramagondel brachte uns zum Dachstein-Gletscher auf 2700 Meter Höhe. Nun kam aber zügig Nebel auf und der Blick von der Hängebrücke und vom Skywalk war deshalb nicht ganz so eindrücklich, was einigen von uns aber gerade recht war. Im Eispalast wurden wir von einer Nachbildung eines Teils des Eiffelturms überrascht und wir erinnerten uns sofort und sehr gerne an unsere letztjährige Reise in die französische Hauptstadt, was uns später nochmals passieren sollte.....
Trotz der reichhaltigen Frühstückbuffets in den verschiedenen Hotels wurden wir im Berggasthaus bereits wieder mit einem Viergänger verwöhnt.
Nach der Talfahrt brachte uns der Bus am WM-Skiort Schladming vorbei nach Gröbming, wo der einzige diesjährige Sommerrenntag unter dem Motto "Pferde-Classic mit Showprogramm" anstand. Wir waren gespannt!
Der Richterturm machte von weitem Eindruck und wir glaubten, die Bahn, an welcher wir entlang fuhren, sei die Trainingsbahn, weit gefehlt! Das 630 Meter lange Sandoval rund um den Fussballplatz war die Rennbahn! Unser imposanter Car war aufgefallen und wir wurden sofort von einem Vorstandsmitglied des Pferdesport- und Rennvereins Gröbming empfangen, es stellte sich heraus, dass er u.a. Speaker war. Ob er in Personalunion auch die Rennleitung bildete, konnten wir nicht abschliessend klären. Jedenfalls standen vier Trabrennen über 2100 Meter (3 1/2 Runden) mit einer Dotation von je 1200 Euro auf dem Programm. Wir fanden Nachkommen berühmter Väter im Rennprogramm: Love You, Quaker Jet, Diamond Way, Abano As, Sam Bourbon, Varenne usw.

Das Startauto und das Zielband (wie bei einem Velorennen) liessen uns die Haare zu Berge stehen, die Wettscheine wurden von Hand ausgefüllt.... Als ein Gewitter aufzog, wurden die beiden letzten Rennen kurzfristig um je eine Runde verkürzt. Die Einläufe wurden praktisch schon beim Passieren der Ziellinie bestätigt, die Geldgewinne bar ausbezahlt. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus - welch ein Gegensatz zu unserem letztjährigen Besuch in Vincennes!
Das Nachtessen, ein feiner Grillteller und anschliessend ein Stück selbstgemachter Kuchen, nahmen wir auf der Rennbahn ein und sorgten wohl für einen nie da gewesenen Umsatz der Festwirtschaft. Wir gönnten es den rührigen Leuten von Herzen.

Sonntag: Abschied von Ramsau, Fiakerfahrt mit einem Vollblutzüchter und Rückfahrt im Regen
Schon hiess es wieder Abschied nehmen. Die Fahrt ging, an weiteren bekannten Weltcup-Orten vorbei, nach Innsbruck. Als wir dort ankamen war es Zeit fürs Mittagessen (!). Im ersten Stock des Altstadtbeisl's mit Blick auf das goldene Dachl, gab es nochmals ein sehr feines Menu. Kaum hatten wir Platz genommen begann es in Strömen zu regnen, das Timing stimmte.
Mit vollem Bauch liessen wir uns danach im zum Glück überdachten Fiaker durch Innsbruck fahren und wir staunten nicht schlecht: Unser Kutscher war nicht nur sehr versiert in der Geschichte der Stadt, wir fanden schnell heraus, dass er eine Vollblutstute besitzt, mit welcher er züchtet, dass er Bescheid weiss über den Rennsport und auch schon an einem Renntag in Frauenfeld anwesend war! Das Eis war also schnell gebrochen.
Auf der Heimfahrt konnten wir am Bordbildschirm bereits die von Beat geschossenen Fotos betrachten, bevor es galt, Abschied zu nehmen.

Einmal mehr haben Simon und Gabi die Reise hervorragend organisiert. Wir haben sehr viel gelacht - und wie es schon Tradition ist, (zu) viel und sehr gut gegessen .
Alle waren sich einig: Wir freuen uns bereits auf die nächste Reise!

 
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